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Sonntag 05 Sep 2010
Lehmbau & Fachwerk PDF Drucken E-Mail

Lehmbau

Lehm und Lehmbaustoffe erfreuen sich auf Grund der vielen natürlichen Vorteile des mineralischen Baustoffs einer immer grösser werdenden Beliebtheit, denn Lehm:

  • reguliert die Luftfeuchtigkeit und trägt somit zum gesunden Wohnen bei (eine konstante relative Luftfeuchtigkeit von 45-55% verhindert ein Austrocknen der Schleimhäute, verringert die Feinststaubbelastung und beugt somit Erkältungskrankheiten vor)
  • speichert Wärme und verbessert damit das Wohnklima
  • bindet Schadstoffe aus der Luft und wirkt antibakteriell
  • verringert Elektrosmog
  • ist hautfreundlich und immer wieder verwendbar
  • Lehmbaustoffe haben eine gute Schallisolierung
  • konserviert Holz (im Lehm-Fachwerk wird über das Wandgefüge dem Holz Feuchtigkeit entzogen)

Auf dem Markt gibt es eine vielseitige Lehm-Produktpalette, sowohl für die nachträgliche Aufwertung bzw. Sanierung eines vorhandenen Wohn-/Geschäftsraumes oder kompletten Gebäudes bis hin zum Neubau eines Öko-Lehm-Fachwerkhauses.

Wir führen für Sie u.a. folgende Lehmbauarbeiten durch, oder beraten bzw. leiten Sie auch fachgerecht bei Ihrer geplanten Eigenleistung/Selbstbau an:

  • Herstellung von Lehmgrob- und Feinputzen im Innen- und Außenbereich
  • Bekleidung von Holz-/Metallständerkonstruktionen mit Lehmbauplatten (Trockenbautechnik für Wände, Decken, Dachschrägen etc.)
  • Herstellung von Lehm-Fachwerkausfachungen mit Lehm- und Leichtlehmsteinen als kostengünstige Alternative zu historischen Ausfachungstechniken
  • Anbringung von Innen-Dämmschalen (z.B. als Mauwerksschale mit Strohleichtlehmsteinen) zur Verbesserung der Dämmung von vorhandenen Außenwänden
  • Herstellung von Stampflehmfußböden
Wir sind Ihr erfahrener, sachkundiger Lehmbauer und CLAYTEC Handwerkspartner vor Ort.



Fachwerksanierung

Mit dem geschichtlichen Wissen, dass ein Fachwerkhaus auch kaputt saniert werden kann, ist es immer wieder eine fachliche Herausforderung ein altes Fachwerkgebäude aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken und für seine künftigen Bewohner, zu einem ökologisch wertvollen Haus mit speziellem Reiz und Charme entstehen zu lassen. Dabei muß stets Augenmaß auf viele Details geworfen werden, so u.a.:
  • Ausbildung des Fundamentsockels
    • speziell Verhinderung von aufsteigender Feuchtigkeit
    • unschädliche Abführung von Regenwasser
    • Erneuerung des Fundaments und/oder der Schwellhölzer etc.
  • Fachwerkkonstruktion
    • Wiederherstellung des tragenden Gerüsts mit traditionellen und/oder althergebrachten Hilfs- Holzverbindungen (Ständeraußen- und Innenwände, Decken bis zum Dachstuhl)
    • Sanierung von Holz- und Feuchteschäden (Schädigungen durch holzzerstörende Pilze und Insekten)
    • Verwendung der richtigen Hölzer
    • gezielter baulicher und chemischer Holz- und Wetterschutz
    • Gefacheerneuerung bzw. -sanierung (Diffussionsoffen mit hohen Anforderungen an die Wetterfestigkeit, Winddichtheit, Wärme- und Schalldämmung, Dauerhaftigkeit, ...)
    • Verbesserung der Wärmedämmung durch fachgerechte Innendämmung (z.B. mit Strohleicht- lehmsteinen oder einer Leichtlehmdämmung) immer unter Beachtung der Bauphysik (Taupunkt- problematik)
  • Verputz
    • Ausführung des Gefacheaußenputzes (richtige, diffusionsoffene, schlagregenfeste Materialien, auf den Untergrund abgestimmt)
    • Ausführung des Innenputzes der Fachwerkwände (Überputz des Balkenständerwerks an den Außenwänden, Vorbereitung des Putzuntergrunds, mehrlagiger Putzaufbau, lange Trocknungsdauer)
    • Wahl des Putzzeitpunktes (Beachtung des Schwindens der Hölzer durch Nachtrocknung)
  • Dachstuhl
    • Ermittlung der Dachstuhlkonstruktion (z.B. Kehlbalken-, Pfettendachstuhl) und Beachtung deren Lastabtragung an das Fachwerk (evtl. Erbringung eines statischen Nachweises erforderlich)
    • Untersuchung und Reparatur/Sanierung der Verbindungsknoten
    • bei evtl. geplanten Ausbau, Auswahl der Wärmedämmung unter Beachtung bauphysikalischer Gesichtspunkte und zusätzlicher Belastungen der Bodendecke
  • Sonstiges
    • Auswahl der zugehörigen Bauelemente wie Fenster, Türen, Schmuckelemente, ...
    • Einsatz richtiger, geeigneter und insbesondere diffusionsfähiger Anstrichmittel für die Außenwand (z.B. Silikat-, Silikonharzfarben), Innenwand (z.B. Kasein-Wandfarben) sowie das Holzfachwerk (möglichst nur offenporige Dünnschichtlasuren verwenden, alle deckenden Altschichten zuvor entfernen)
Wir wissen wie es geht ! Nutzen Sie unsere Kenntnisse und Fertigkeiten, sprechen Sie mit uns. Eine nachgebildete Fachwerkwand in unserem Ausstellungs- und Schauraum vermittelt Ihnen bei einem Besuch anschaulich die verschiedenen Gefachearten und Möglichkeiten.

Lehmgefache

Sowohl zur althergebrachten Neuerrichtung als auch zur Reparatur vorhandener, alter Lehmausfachungen gibt es eine breite Produktpalette. Ausfachungen können regional und historisch bedingt durch unterschiedlichste Materialien und Bauarten hergestellt sein, so im Wesentlichen mit:
  • Natursteinen
  • gebrannten Ziegeln
  • Lehmsteinen
  • Stakungen
Wobei jedoch feststeht, dass heute die besste Wahl das Aussetzen des Gefaches mittels speziellen Lehmsteinen ist. Nur diese Art bietet die vollen Vorzüge des Baustoffs Lehm, besonders beim Holz-Fachwerkbau. Ungeeignet sind jedoch Hochlochsteine, feste Klinker sowie alle Ausfachungen auf Zementbasis, sozusagen alle Baustoffe, die die Atmungsfähigkeit der Außenwand behindern.

Lehmputze

Schaffen Sie sich mit Lehminnenputz ein ästhetisches Wohlfühlklima und sagen Sie Schimmelbildung ade. Lehmputz kann sowohl im Wohn- als auch im Gewerbebau, in allen Räumen (außer im Spritzwasserbereich) und auf allen Untergründen (Gefache, Ziegelmauerwerk, Beton, ...) aufgebracht werden. Durch die gegenüber anderen Materialien, vergleichsweise hohe Aufnahme/Pufferung von Wasserdampf und einer antibakteriellen Wirkung ist der natürliche Baustoff gerade auch bei den heutigen modernen Wohnbedingungen mit teilweise geringen Luftwechselraten das geeignetste Putzmaterial. Der oftmals zweilagig aufgebrachte, plastische Putz kann vielfältig strukturiert, sowie farblich gestaltet werden und ist neuerdings, auch als Edel-Farbputz in mehreren Pastell- und Vollfarbtönen zu erhalten. Wesentliche Arbeitsschritte beim Lehminnenputz sind u.a.:
  • Abkleben von angrenzenden Bauteilen
  • Vornässen des Untergrundes
  • Anwerfen und Aufziehen des Lehm- Unterputzes (bis ca. 20mm dick)
  • Trocknung des Unterputzes (ca. 2-4 Wochen, abhängig vom Untergrund)
  • Aufziehen des Feinputzes (bis ca. 5mm dick)
  • Abreiben/Glätten des Feinputzes, oder Oberflächengestaltung mittels diverser Igel-, Stepp-, Schlämm- und Kalk- Milchtechniken je nach spezifischen Wünschen/Gegebenheiten und Anforderungen
  • Anstrich
Ein einfaches Aus- und Nachbessern des Lehmputzes ist jederzeit auf Grund der fehlenden Bindemittel und der Wasserlöslichkeit des Lehms möglich. Abfall gibt es praktisch nicht. Gern erstellen wir abgestimmt auf Ihre Wünsche und Gegebenheiten ein individuelles Angebot. Nutzen auch Sie die Vorteile des natürlichen Baustoffs !

Stampflehm

Stampflehmfußböden werden auf Grund Ihrer Wasserdampfdurchlässigkeit besonders als Fußböden in historischen Gebäuden, Museen sowie in Vorrats- und Weinkellern eingebaut. Die Oberfläche kann nach erfolgter Verdichtung auf unterschiedliche Weise nachbehandelt werden, so z.B. durch Behandlung mit speziellen Grundierölen bzw. Einlassen von Leinöl. Ebenfalls ist das Belegen mit festen Bodenbelägen (Natursteinplatten oder Ziegeln) möglich. Wir haben bereits Erfahrung mit der Herstellung von Stampflehmfußböden, die Sie unbedingt  nutzen sollten.

Stampflehmboden Burg Stolpen

Burg Stolpen - Stampflehmboden Tip

Referenzen Lehmbau

Einige Referenzen unserer Lehmbauarbeiten